{"id":10465,"date":"2025-12-18T11:36:44","date_gmt":"2025-12-18T11:36:44","guid":{"rendered":"https:\/\/siera-alliance.com\/?p=10465"},"modified":"2025-12-18T11:50:29","modified_gmt":"2025-12-18T11:50:29","slug":"pfas-from-miracle-cure-to-widespread-pollutant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/siera-alliance.com\/de\/pfas-from-miracle-cure-to-widespread-pollutant\/","title":{"rendered":"PFAS - vom Wundermittel zum weit verbreiteten Schadstoff"},"content":{"rendered":"<p><strong>PFAS - vom Wundermittel zum weit verbreiteten Schadstoff<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) galten lange Zeit als technologische Wundermittel. Heute stehen sie im Fokus des Umwelt- und Gesundheitsschutzes, da sie sich als extrem langlebig und weit verbreitet erwiesen haben. Am Standort Hannover hat die Prof. Burmeier Ingenieurgesellschaft mbH&nbsp;<strong>BIG - ein Mitglied der SIERA Alliance -<\/strong>&nbsp;besch\u00e4ftigt sich intensiv mit dieser Schadstoffgruppe. Die folgenden Inhalte beleuchten die Herkunft, die Eigenschaften, das Umweltverhalten und die Sanierungsans\u00e4tze dieser Stoffgruppe und zeigen, warum PFAS eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen der modernen Umwelttechnik darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hintergrund und Anwendungsbereiche von PFAS<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund ihrer wasser-, schmutz- und fettabweisenden Eigenschaften finden sich Vertreter der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS, auch PFC - per- und polyfluorierte Chemikalien) in einer Vielzahl von Alltagsprodukten wie Outdoor-Jacken, Teflonpfannen oder Coffee-to-go-Bechern, aber auch in Feuerl\u00f6schsch\u00e4umen. Die Gruppe der PFAS umfasst mittlerweile mehr als 4.700 verschiedene Stoffe.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus chemischer Sicht handelt es sich um organische Verbindungen mit unterschiedlichen Kettenl\u00e4ngen, bei denen die Wasserstoffatome teilweise (polyfluoriert) oder vollst\u00e4ndig (perfluoriert) durch Fluoratome ersetzt wurden. Diese Kohlenstoffketten enthalten auch S\u00e4ure- oder Alkoholgruppen. Die Verbindung zwischen den Kohlenstoff- und Fluoratomen kann nur mit einem hohen Energieaufwand wieder zerst\u00f6rt werden, z.B. in M\u00fcllverbrennungsanlagen. Ein vollst\u00e4ndiger bakteriologischer oder photochemischer Abbau ist nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umweltverhalten und Risiken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da diese Stoffe in der Natur nicht abgebaut werden und daher lange Zeit in der Umwelt verbleiben und zudem eine hohe Mobilit\u00e4t aufweisen, stellen sie ein erhebliches Umweltproblem dar. Einige PFAS k\u00f6nnen sich in Pflanzen, Tieren und Menschen anreichern und sind au\u00dferdem gesundheitssch\u00e4dlich.<\/p>\n\n\n\n<p>PFAS k\u00f6nnen z.B. aus der Abluft von Industrieprozessen, aber auch aus dem h\u00e4uslichen Wohnumfeld, z.B. durch Impr\u00e4gniersprays, \u00fcber Ausd\u00fcnstungen aus schmutzabweisenden Textilien oder \u00fcber Abw\u00e4sser und den entstehenden Kl\u00e4rschlamm in die Umwelt und damit in die Nahrungskette gelangen. PFAS werden auch deshalb problematisch, weil sich einige von ihnen an Proteine im menschlichen K\u00f6rper binden und manchmal in erh\u00f6hten Konzentrationen w\u00e4hrend der Schwangerschaft oder beim Stillen an das Kind weitergegeben werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Globale Verteilung von PFAS<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben der europaweiten, teilweise erh\u00f6hten Kontamination des Grundwassers durch PFAS zeigten Untersuchungen, dass sie grunds\u00e4tzlich \u00fcberall im Boden nachweisbar sind. Untersuchungen in der Arktis zeigen, dass PFAS sowohl in S\u00fc\u00dfwasser als auch in Meeresgew\u00e4ssern, Gletschern, Luft und Schnee, aber auch in Fischen, Walen, V\u00f6geln und Phytoplankton nachgewiesen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit zunehmender Aufmerksamkeit werden PFAS in immer mehr Studien nachgewiesen. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Gruppe von Schadstoffen weit verbreitet ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umstrukturierungsans\u00e4tze und Verantwortung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>PFAS-kontaminierte B\u00f6den k\u00f6nnen derzeit nur durch Hochtemperaturbehandlung saniert werden, aber bei kontaminiertem Grundwasser ist eine Reinigung mit Aktivkohle generell m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>PFAS ist nur eine Gruppe von vielen Schadstoffen, die im Rahmen von Sanierungsma\u00dfnahmen aus der Umwelt entfernt werden sollen, um unsere Welt ein bisschen besser zu machen.&nbsp;<strong>Engineering for a Better Tomorrow.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PFAS \u2013 from miracle cure to widespread pollutant Per- and polyfluorinated alkyl substances (PFAS) have long been considered technological miracle cures. Today, they are the focus of environmental and health protection, as they have proven to be extremely durable and widespread. 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