Einführung: Mit SIERA Risiken in Chancen verwandeln
In ganz Europa sehen sich Bauherren und Entwickler mit einer wachsenden Herausforderung konfrontiert: Wie kann man bestehende Gebäude renovieren, umnutzen oder modernisieren und dabei sicher mit gefährlichen Stoffen umgehen, strenge gesetzliche Auflagen erfüllen und die Projekte im Zeit- und Kostenrahmen halten? Das ist genau der Punkt, an dem SIERA kommt ins Spiel.
Als integrierter Zusammenschluss von Umwelttechnik-Experten bringt SIERA multidisziplinäres Fachwissen zusammen, um komplexe Nachhaltigkeitsherausforderungen in der gebauten Umwelt anzugehen. Durch Initiativen wie die SIERA Impact Webinar-Reihe, Die SIERA übersetzt die technische Komplexität in praktische, praxisnahe Erkenntnisse für Entscheidungsträger, Planer und Praktiker.
Im SIERA Impact Webinar “Transforming Buildings Through Contaminant Management - Strategies and Best Practices” hat der Umwelttechnik-Experte Tjark Heising (M&P Ingenieurgesellschaft) teilten praktische Erfahrungen und bewährte Ansätze für den Umgang mit gefährlichen Stoffen bei Gebäudesanierungsprojekten. Die Veranstaltung verdeutlichte, warum ein professionelles Schadstoffmanagement nicht nur eine behördliche Notwendigkeit ist, sondern eine strategische Grundlage für eine nachhaltige Gebäudesanierung.
Warum das Schadstoffmanagement bei der Gebäudetransformation so wichtig ist
Viele bestehende Gebäude - vor allem solche, die vor den 1990er Jahren gebaut wurden - enthalten gefährliche Stoffe, die ernsthafte Risiken darstellen, wenn sie nicht ordnungsgemäß identifiziert und gehandhabt werden. Diese Stoffe bleiben oft in den Baumaterialien verborgen und werden erst dann zum Problem, wenn die Renovierungs- oder Abrissarbeiten beginnen.
Tjark Heising betonte, dass die frühzeitige Erkennung von Gebäudeschadstoffen der wichtigste Faktor für eine sichere und effiziente Projektdurchführung ist. Ohne sie sind Projekte gefährdet:
- Gesundheitsrisiken für Arbeitnehmer, Bewohner und umliegende Gemeinden
- Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften
- Ungeplante Baustopps und Verzögerungen
- Erhebliche Kostenüberschreitungen und Vertragsstreitigkeiten
Ein professionelles Schadstoffmanagement verwandelt diese Risiken in eine kontrollierbare und transparente Planungsgröße.
Die wichtigsten gefährlichen Stoffe in bestehenden Gebäuden
Während des Webinars erläuterte Tjark die häufigsten Gefahrstoffe, die bei Renovierungsprojekten vorkommen, und ihre Auswirkungen:
| Gefährliche Substanz | Typische Standorte | Gesundheits- und Umweltrisiken | Regulatorischer Rahmen |
| Asbest | Putze, Spachtelmassen, Feuerschutzmaterialien | Krebserregend, Risiko beim Einatmen | Verordnung über gefährliche Stoffe, TRGS 519 |
| PCB | Dichtstoffe, Beschichtungen | Giftig, bioakkumulativ, Verunreinigung der Innenraumluft | PCB-Richtlinie, TRGS 524 |
| PAH | Klebstoffe, Dichtungsmembranen | Krebserregend, Haut- und Inhalationsexposition | Verordnung über gefährliche Stoffe, TRGS 551 |
| Künstliche Mineralfasern (KMF) | Dämmstoffe | Krebserregend beim Einatmen | Verordnung über gefährliche Stoffe, TRGS 521 |
Das Asbestverbot (seit 1993) und das PCB-Verbot (seit 1989) in Deutschland machen deutlich, dass veraltete Baumaterialien auch Jahrzehnte später noch ernsthafte Risiken bergen können.
Der strategische Wert von frühen Ermittlungen
Eine zentrale Botschaft des Webinars war klar: Frühzeitige Schadstoffuntersuchungen schaffen Planungssicherheit.
Gezielte Probenahmen und professionelle Schadstoffbewertungen bieten:
- Eine verlässliche Grundlage für Projektplanung und Designentscheidungen
- Ein realistischer und transparenter Kostenrahmen für Sanierung und Entsorgung
- Geringeres Risiko einer unkontrollierten Exposition und rechtlicher Konsequenzen
- Vermeidung von Bauverzögerungen und Notabschaltungen
Wie Tjark erläuterte, sind Schadstoffberichte nicht nur Dokumente zur Einhaltung von Vorschriften, sondern auch strategische Planungsinstrumente, die eine fundierte Entscheidungsfindung von Beginn eines Projekts an ermöglichen.
Typische Herausforderungen bei Gebäudesanierungsprojekten
Projekte zur Umgestaltung von Gebäuden stehen vor vielfältigen, miteinander verknüpften Herausforderungen, wenn gefährliche Stoffe im Spiel sind:
- Risiko für Mensch und Umwelt
Bei unsachgemäßer Entfernung, Abriss oder Entsorgung können gefährliche Stoffe freigesetzt werden, die die Luftqualität in Innenräumen, den Boden und die umliegenden Ökosysteme beeinträchtigen. - Finanzielle Ungewissheit
Unentdeckte Verunreinigungen führen oft zu Änderungsaufträgen, unerwarteten Mehrkosten oder sogar zum Abbruch des Projekts. - Zeitplan-Risiken
Baustopps, behördliche Eingriffe und Vertragsstrafen sind häufige Folgen einer unzureichenden Planung.
Laut Tjark sind diese Risiken keine Ausnahme - sie sind vorhersehbare Folgen eines unzureichenden Schadstoffmanagements.
Die Lösung: Professionelle Schadstoffbewertungen
Das Webinar beleuchtete Schadstoffgutachten (Schadstoffgutachten) als Eckpfeiler einer nachhaltigen Gebäudetransformation.
Das Prinzip:
Systematische Bewertung der Bausubstanz, um gefährliche Stoffe zu identifizieren.
Umsetzung:
- Strukturierte Stichprobenstrategien
- Laboranalyse
- Umfassende Dokumentation und Risikobewertung
Auswirkungen:
- Hohe Planungssicherheit
- Robuste Kostenschätzungen
- Geringeres Risiko für Mensch und Umwelt
- Vollständige Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen
Dieser Ansatz ermöglicht es Projektteams, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Effizienz in eine einzige, kohärente Strategie zu integrieren.
Umweltauswirkungen über das Gebäude hinaus
Ein effektives Schadstoffmanagement hat weitreichende Umweltvorteile, die über die Baustelle hinausgehen:
- Luft: Verhinderung der Ausbreitung gefährlicher Stoffe in die Atmosphäre
- Boden: Vermeidung von Verunreinigungen bei Abbau und Entsorgung
- Wasser: Schutz der Grundwasser- und Oberflächenwasserressourcen
- Biodiversität: Geringere Störung der umliegenden Ökosysteme
Diese Ergebnisse stehen in direktem Zusammenhang mit der Mission von SIERA als Umweltingenieur: durch technisch solide Lösungen eine echte, messbare Wirkung zu erzielen.
Die Rolle von SIERA: Technik für ein besseres Morgen
Als Zusammenschluss von 14 Ingenieurbüros bietet SIERA ein integriertes Ökosystem für umwelttechnische Spitzenleistungen. Im Kontext der Gebäudetransformation bedeutet dies eine Kombination:
- Fachwissen über Umwelt und gefährliche Stoffe
- Geotechnik und Bauingenieurwesen
- Know-how in den Bereichen Planung, Genehmigung und Einhaltung von Vorschriften
Mit mehr als 40 Jahren operativer Erfahrung und über 1.000 Projekten pro Jahr verwandeln die SIERA-Mitgliedsunternehmen die Komplexität der Vorschriften in technische Klarheit.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Webinar
- Gefahrstoffe sind ein zentraler Risikofaktor bei der Gebäudetransformation - aber auch ein überschaubarer
- Frühzeitige Schadstoffuntersuchungen sind für die Kostenkontrolle, Sicherheit und Einhaltung von Vorschriften unerlässlich
- Professionelle Schadstoffbewertungen ermöglichen nachhaltige, zukunftssichere Sanierungsstrategien
- Integrierte Umwelttechnik ist die Grundlage für eine erfolgreiche Gebäudetransformation
Wie Tjark Heising abschließend feststellte, beginnt eine nachhaltige Renovierung lange vor Baubeginn, sie beginnt mit Wissen.
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