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Fortschritte und Herausforderungen im Bodenschutz: Einblicke aus dem SIERA Impact Webinar

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Einführung

Die Gesundheit der Böden ist eines der drängendsten Umweltprobleme, mit denen Europa heute konfrontiert ist. Am 27. November 2025 stand Dr. Benjamin Schieber im Mittelpunkt des SIERA Impact Webinars, um die kritischen Herausforderungen und innovativen Lösungen rund um den Bodenschutz zu diskutieren. Von der Belastung durch die Landwirtschaft bis hin zur Ausdehnung der Städte gab Dr. Schieber wertvolle Einblicke, wie die Europäische Union auf die Bodenverschlechterung reagiert. Er sprach auch über bahnbrechende gesetzliche Maßnahmen wie das Bodenüberwachungsgesetz und stellte praktische Lösungen vor, um die langfristige Nachhaltigkeit der Bodenressourcen zu gewährleisten.

SIERA ist führend im Bereich der nachhaltigen Landbewirtschaftung und des Umweltschutzes und konzentriert sich auf innovative Lösungen, um dringende Herausforderungen wie den Bodenschutz anzugehen. Durch das Zusammenbringen von Experten und Interessenvertretern bietet das SIERA technisches Fachwissen, Forschungserkenntnisse und strategische Beratung, um Ökosysteme zu verbessern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Ihr Engagement für den Bodenschutz befähigt Industrien, Regierungen und Gemeinden, Praktiken für einen gesünderen Planeten einzuführen.

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Zentrale Herausforderungen im Bodenschutz

Wie Dr. Schieber erläuterte, ist eines der drängendsten Probleme, mit denen die Europäische Union heute konfrontiert ist, die Verschlechterung der Böden. Etwa 60-70% der Böden in der EU sind von Erosion, Verdichtung und Verunreinigung betroffen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt - etwa 50 Milliarden Euro jährlich. Der landwirtschaftliche Druck - 78% der Böden werden landwirtschaftlich genutzt - ist ein weiterer Faktor, der diese Situation verschlimmert und zu Nährstoffüberlastungen und Eutrophierung führt.

Darüber hinaus trägt die Ausdehnung der Städte zu einer irreversiblen Bodenversiegelung bei, bei der die natürlichen Bodenfunktionen für immer verloren gehen. Dies wirkt sich auch auf die Wasseraufnahme aus, erhöht das Überschwemmungsrisiko und beeinflusst die Kohlenstoffemissionen. Die natürliche Fähigkeit des Bodens, Gebiete zu kühlen, wird beeinträchtigt und die landwirtschaftliche Produktivität wird durch Verdichtung verringert, was die Bodenfruchtbarkeit einschränkt.

Fortschritte im Bodenschutz

Das Webinar betonte die laufenden Bemühungen zur Bekämpfung der Bodenverschlechterung durch innovative gesetzliche Maßnahmen und bewährte Praktiken. Dr. Schieber betonte die Gesetz zur Überwachung des Bodens, ein wichtiges Gesetz, das vom Europäischen Parlament 2025 verabschiedet wurde. Dieses Gesetz konzentriert sich auf die Beobachtung des Zustands der Böden in ganz Europa und soll eine Grundlage für künftige Maßnahmen bilden.

Zu den weiteren Fortschritten gehören gezielte Strategien zur Verhinderung von Bodenverlusten, wie z. B. Erosionsschutzmethoden, und die Notwendigkeit einer verstärkten Erforschung von Bodenfunktionen und Empfindlichkeiten. Wie Schieber betonte, können nachhaltige Baupraktiken und eine sachkundige Landbewirtschaftung dazu beitragen, die negativen Auswirkungen der Verstädterung auf die Böden zu mindern.

Lösungen und bewährte Praktiken

Dr. Schieber stellte mehrere praktische Lösungen vor, die sich als vielversprechend erwiesen haben, um Bodenschäden zu verringern. Dazu gehören:

  1. Bodenschutz-Pläne: Frühzeitige Bewertungen durch Bodenkartierung und Anfälligkeitsstudien helfen dabei, gefährdete Gebiete zu identifizieren und ermöglichen proaktive Maßnahmen zum Erhalt der Bodengesundheit.
  2. Risikobewertungen: Die Analyse potenzieller Bedrohungen durch Erosion, Verschmutzung und Zersiedelung stellt sicher, dass geeignete Maßnahmen zur Erhaltung der Bodenintegrität ergriffen werden.
  3. Wissensverbreitung und Schulung: Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die berufliche Weiterbildung zum Thema Bodenschutz sind wichtige Schritte zur Förderung einer Kultur der Nachhaltigkeit.

Ein Blick in die Zukunft: Die Zukunft des Bodenschutzes

Die EU-Bodenstrategie für 2030, zusammen mit der Gesetz zur Überwachung des Bodens, ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass die Böden Europas für künftige Generationen geschützt werden. Dr. Schieber äußerte sich optimistisch über das Potenzial dieser Maßnahmen, obwohl er einräumte, dass die vollständige Umsetzung gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten - Regierungen, Unternehmen und Öffentlichkeit - erfordert.

Der Schwerpunkt wird in Zukunft liegen auf Nachhaltige Landnutzung, Verschmutzungsprävention, und Bodensanierung. Diese Anstrengungen sind nicht nur für den Umweltschutz wichtig, sondern auch für die Ernährungssicherheit und die Abschwächung des Klimawandels.

Werde aktiv: Engagiere dich für den Bodenschutz

Als Fachleute für Landmanagement, Bauwesen und Umweltpolitik haben wir die Verantwortung, uns für nachhaltige Praktiken zum Schutz unserer Böden einzusetzen. Ob du dich über die neuesten Vorschriften informierst, an Schulungen teilnimmst oder Gesetze wie das Bodenüberwachungsgesetz unterstützt - jede Anstrengung zählt.

Verpasse nicht unsere kommenden Webinare um mehr über die neuesten Fortschritte im Bodenschutz zu erfahren, von Experten wie Dr. Schieber zu hören und zu lernen, wie du aktiv zur Zukunft der Nachhaltigkeit des Bodens beitragen kannst. Nimm noch heute an der Diskussion teil - gemeinsam können wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bodenressourcen unseres Planeten leisten.

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Eine Botschaft des Gründers: Florian von Tucher

Mitte der 2000er Jahre führte mich mein Engagement in der Entwicklungshilfe in einige der abgelegensten und ärmsten Regionen der Welt. 

In Nordtibet, der Mongolei und Westchina, wo ich an der Umsetzung dezentraler Abwasserreinigungssysteme beteiligt war, wurde mir klar, dass ich ein tieferes Ziel brauchte. Obwohl ich später in der Immobilienentwicklung erfolgreich war, hat mich der Wunsch, etwas zu bewirken, nie verlassen.  

Ein entscheidender Moment war, als ich von meinem Freund und Mentor, Kardinal Peter Turkson, der damals das Dikasterium für die Förderung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung der katholischen Kirche leitete, nach Ghana eingeladen wurde. Inzwischen ist er zum Päpstlichen Kanzler der Akademie der Wissenschaften und zum Päpstlichen Kanzler der Sozialwissenschaften ernannt worden.  

Kardinal Turkson hatte einen großen Einfluss auf mich. Seine Einladung gab mir die Möglichkeit, mir aus erster Hand ein Bild von den Entwicklungsbedürfnissen des Landes zu machen. Wir sprachen über meine Erfahrungen in China und stellten uns gemeinsam ein Entwicklungsmodell vor, das in einer Gemeinde Wurzeln schlagen und sich dann allmählich ausbreiten würde. Wir glaubten, dass kleine, strategische Schritte zu einer dauerhaften Veränderung führen können - genau wie das biblische Gleichnis vom Senfkorn, das zu etwas wächst, das viel größer ist als seine bescheidenen Anfänge. 

Kardinal Turksons unerschütterlicher Glaube an diese Vision und seine Ermutigung bildeten die Grundlage, auf der die Mustard Seed Foundation aufgebaut wurde. Seine unerschütterliche Unterstützung, Weisheit und Führung haben nicht nur den Auftrag der Stiftung, sondern auch meinen persönlichen Weg geprägt. 

Mit Unterstützung des Kardinals und des Büros für integrale menschliche Entwicklung (IHD) arbeiteten wir zunächst mit dem IHD zusammen, bevor wir die Mustard Seed Foundation als eigenständige Organisation in Deutschland gründeten. Wir hatten das Glück, von zahlreichen europäischen Spendern unterstützt zu werden, was uns daran erinnert, dass es bei unserer Mission nicht nur um individuelle Bemühungen geht, sondern um eine kollektive Wirkung. 

Die Zusammenarbeit ist ein Eckpfeiler unserer Arbeit. Wir haben uns mit Organisationen wie Caritas und Rotary International zusammengetan, um unsere Reichweite zu vergrößern. Eine unserer wirkungsvollsten Kooperationen war die mit der M&P Group, die uns ihre technischen Konzepte, die Projektüberwachung und die hochwertige technische Ausführung zur Verfügung stellt, sodass 100% der Spendengelder in die Projekte selbst fließen können. 

Eine dieser Initiativen ist die Clean Water Initiative, die in Zusammenarbeit mit der M&P Group ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2024 haben wir einen Brunnen in Ndoss, Senegal, fertiggestellt, der die landwirtschaftliche Effizienz deutlich verbessert und die örtliche Gemeinde stärkt. Dieses Projekt verkörpert unser Engagement für nachhaltige Lösungen - angefangen bei sauberem Wasser und dem schrittweisen Aufbau einer Infrastruktur, die eine langfristige Entwicklung unterstützt. 

Unsere Arbeit orientiert sich eng an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) und konzentriert sich auf Armutsbekämpfung, wirtschaftliches Empowerment, ökologische Nachhaltigkeit und humanitäre Hilfe. Unser Modell ist einfach, aber effektiv: Wir beginnen mit einem Projekt und erweitern es Jahr für Jahr, um ein Ökosystem der Unterstützung zu schaffen. Ein Wasserbrunnen führt zu einer Schule, die wiederum zu erneuerbaren Energielösungen führt, was wiederum wirtschaftliche Möglichkeiten fördert. Mit der Zeit verändern diese Bemühungen ganze Regionen. 

Die Mustard Seed Foundation ist ein Beweis dafür, was mit einer Vision, einem starken Engagement und dem Glauben an ein Senfkorn erreicht werden kann. Doch ohne den Glauben und die Ermutigung von Kardinal Peter Turkson wäre das alles nicht möglich gewesen. Sein unerschütterlicher Glaube an unsere Mission hat mir den Mut gegeben, die Herausforderungen zu bestehen und unseren Einfluss weiter auszubauen. Während wir unsere Arbeit fortsetzen, werden wir weiterhin von der Überzeugung angetrieben, dass kleine Anfänge zu großen Ergebnissen führen können, die in den Gemeinden, denen wir dienen, Hoffnung und dauerhafte Veränderungen bewirken. Sein Glaube, seine Vision und sein Engagement für die Menschenwürde sind tief in jede unserer Initiativen eingewoben.