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M&P auf dem 27. DECHEMA-Symposium zur Altlastensanierung

M+P Ingenieurgesellschaft (Nord) Blog Post

Unternehmen, Standort:
Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH Nord - Mitglied der SIERA Alliance

Die DECHEMA-Symposium zur Altlastensanierung ist eine der zentralen Fachveranstaltungen für Boden- und Grundwassersanierung in Deutschland. Auch in diesem Jahr war die Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH Nord wieder auf dem 27. DECHEMA-Symposium vertreten, um die neuesten technischen Entwicklungen, wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Lösungen zu diskutieren.

Das DECHEMA-Symposium als etablierter Branchentreffpunkt

Das DECHEMA-Symposium bringt seit vielen Jahren Experten aus der Ingenieurpraxis, Wissenschaft, Behörden und Industrie zusammen. Im Mittelpunkt stehen sowohl bewährte Sanierungsmethoden als auch neue Herausforderungen, die sich aus gesetzlichen, technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen ergeben.

Für die Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH Nord ist die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ein wichtiger Bestandteil der beruflichen Entwicklung und des kontinuierlichen Dialogs innerhalb der Branche.

Fachlicher Rückblick auf das 27. DECHEMA-Symposium

Als wichtiger Branchentreff für Boden- und Grundwassersanierungsspezialisten in Deutschland ist das DECHEMA-Symposium auch für die Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH ein fester Bestandteil und Höhepunkt im Jahreskalender. Der Grund dafür ist nicht zuletzt die gelungene Mischung aus sorgfältig kuratierten Schwerpunktthemen.

Auch in diesem Jahr kam niemand um den Dauerbrenner PFAS herum. Diese große Familie von Industriechemikalien mit ihren vielfältigen Eigenschaften, von denen viele sie zu einer besonderen Herausforderung für die Boden- und Grundwassersanierung machen, war nicht nur das Thema einer Vortragssitzung. Es gab kaum einen Stand eines bekannten Industrieausstellers, der seine Ideen und Produkte zu diesem Thema nicht prominent in Szene setzte.

Am zweiten Tag der Veranstaltung wurde jedoch bewusst einem Thema besonderer Raum gegeben, das sonst oft unterschätzt wird: die Schnittstellenarbeit zwischen Grundwassersanierung und -bewirtschaftung. Die Ausgangshypothese war, dass Altlastensanierer/innen und Wassermanager/innen noch viel zu oft aneinander vorbei arbeiten, weil beide zwar am gleichen Material, aber selten zur gleichen Zeit arbeiten. Der Höhepunkt war die Podiumsdiskussion am späten Vormittag, die erfrischend emotional war.

Dieses Jahr steht auch das Thema maschinelles Lernen und stochastische Extrapolation für die Altlastensanierung auf der Tagesordnung. In seinem Vortrag stellte Dr. Stefan Broda von der Bundesgesellschaft für Geowissenschaften und Rohstoffe ein Projekt zum Training eines Mustererkennungsalgorithmus anhand von Grundwasserdaten vor. Ehrgeiziges Ziel u.a.: Die Berechnung einer Wasserstandsganglinie für einen virtuellen Brunnen an einem beliebigen Ort in Deutschland. Die Präsentation machte aber auch deutlich, dass alle Bestrebungen in diese Richtung mit bekannten Problemen in den Geowissenschaften zu kämpfen haben: Solide Messdaten sind rar und räumlich weit verstreut, und die Datenstruktur ist oft so heterogen, dass allein das Zusammenstellen maschinenlesbarer Lerndatensätze aus vorhandenen Informationen bis zu 80% des Projektaufwands ausmachen kann.

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PFAS als ständige Herausforderung bei der Sanierung

Der intensive Dialog mit PFAS betonte noch einmal, dass diese Stoffgruppe langfristig eine zentrale Rolle bei der Sanierung von Altlasten spielen wird. Ihre chemischen Eigenschaften stellen besondere Anforderungen an Erkundungs-, Bewertungs- und Sanierungskonzepte und erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Methoden.

Schnittstellenarbeit zwischen Sanierung und Wasserwirtschaft

Besonderes Augenmerk wurde auf die Frage gelegt, wie Sanierungsmaßnahmen und wasserwirtschaftliche Konzepte besser aufeinander abgestimmt werden können. Die Diskussionen machten deutlich, dass eine frühzeitige und integrative Zusammenarbeit entscheidend ist, um Zielkonflikte zu vermeiden und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Digitalisierung und maschinelles Lernen in den Geowissenschaften

Die vorgestellten Ansätze zum maschinellen Lernen und zur stochastischen Extrapolation zeigten das Potenzial digitaler Werkzeuge auf, machten aber auch die bestehenden Grenzen deutlich. Insbesondere die Verfügbarkeit, Qualität und Vergleichbarkeit von Messdaten bleiben zentrale Herausforderungen bei der Umsetzung datenbasierter Methoden.

Zentrale Themen des 27. DECHEMA-Symposiums auf einen Blick

Thematischer SchwerpunktRelevanz für die Praxis
PFASHohe Komplexität der Erkundung und Sanierung
SchnittstellenarbeitBedarf an integrierten Planungsansätzen
Maschinelles LernenPotenzial bei gleichzeitig hohem Datenbedarf
DatenqualitätGrundlage für zuverlässige Prognosen

Einstufung für die Arbeit von M&P North

Die behandelten Themen spiegeln zentrale Fragestellungen wider, die auch in der täglichen Projektarbeit eine große Rolle spielen. Der fachliche Austausch auf der DECHEMA-Fachtagung gibt wertvolle Impulse, um bestehende Ansätze kritisch zu reflektieren und zukünftige Entwicklungen sachlich einzuordnen.

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Eine Botschaft des Gründers: Florian von Tucher

Mitte der 2000er Jahre führte mich mein Engagement in der Entwicklungshilfe in einige der abgelegensten und ärmsten Regionen der Welt. 

In Nordtibet, der Mongolei und Westchina, wo ich an der Umsetzung dezentraler Abwasserreinigungssysteme beteiligt war, wurde mir klar, dass ich ein tieferes Ziel brauchte. Obwohl ich später in der Immobilienentwicklung erfolgreich war, hat mich der Wunsch, etwas zu bewirken, nie verlassen.  

Ein entscheidender Moment war, als ich von meinem Freund und Mentor, Kardinal Peter Turkson, der damals das Dikasterium für die Förderung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung der katholischen Kirche leitete, nach Ghana eingeladen wurde. Inzwischen ist er zum Päpstlichen Kanzler der Akademie der Wissenschaften und zum Päpstlichen Kanzler der Sozialwissenschaften ernannt worden.  

Kardinal Turkson hatte einen großen Einfluss auf mich. Seine Einladung gab mir die Möglichkeit, mir aus erster Hand ein Bild von den Entwicklungsbedürfnissen des Landes zu machen. Wir sprachen über meine Erfahrungen in China und stellten uns gemeinsam ein Entwicklungsmodell vor, das in einer Gemeinde Wurzeln schlagen und sich dann allmählich ausbreiten würde. Wir glaubten, dass kleine, strategische Schritte zu einer dauerhaften Veränderung führen können - genau wie das biblische Gleichnis vom Senfkorn, das zu etwas wächst, das viel größer ist als seine bescheidenen Anfänge. 

Kardinal Turksons unerschütterlicher Glaube an diese Vision und seine Ermutigung bildeten die Grundlage, auf der die Mustard Seed Foundation aufgebaut wurde. Seine unerschütterliche Unterstützung, Weisheit und Führung haben nicht nur den Auftrag der Stiftung, sondern auch meinen persönlichen Weg geprägt. 

Mit Unterstützung des Kardinals und des Büros für integrale menschliche Entwicklung (IHD) arbeiteten wir zunächst mit dem IHD zusammen, bevor wir die Mustard Seed Foundation als eigenständige Organisation in Deutschland gründeten. Wir hatten das Glück, von zahlreichen europäischen Spendern unterstützt zu werden, was uns daran erinnert, dass es bei unserer Mission nicht nur um individuelle Bemühungen geht, sondern um eine kollektive Wirkung. 

Die Zusammenarbeit ist ein Eckpfeiler unserer Arbeit. Wir haben uns mit Organisationen wie Caritas und Rotary International zusammengetan, um unsere Reichweite zu vergrößern. Eine unserer wirkungsvollsten Kooperationen war die mit der M&P Group, die uns ihre technischen Konzepte, die Projektüberwachung und die hochwertige technische Ausführung zur Verfügung stellt, sodass 100% der Spendengelder in die Projekte selbst fließen können. 

Eine dieser Initiativen ist die Clean Water Initiative, die in Zusammenarbeit mit der M&P Group ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2024 haben wir einen Brunnen in Ndoss, Senegal, fertiggestellt, der die landwirtschaftliche Effizienz deutlich verbessert und die örtliche Gemeinde stärkt. Dieses Projekt verkörpert unser Engagement für nachhaltige Lösungen - angefangen bei sauberem Wasser und dem schrittweisen Aufbau einer Infrastruktur, die eine langfristige Entwicklung unterstützt. 

Unsere Arbeit orientiert sich eng an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) und konzentriert sich auf Armutsbekämpfung, wirtschaftliches Empowerment, ökologische Nachhaltigkeit und humanitäre Hilfe. Unser Modell ist einfach, aber effektiv: Wir beginnen mit einem Projekt und erweitern es Jahr für Jahr, um ein Ökosystem der Unterstützung zu schaffen. Ein Wasserbrunnen führt zu einer Schule, die wiederum zu erneuerbaren Energielösungen führt, was wiederum wirtschaftliche Möglichkeiten fördert. Mit der Zeit verändern diese Bemühungen ganze Regionen. 

Die Mustard Seed Foundation ist ein Beweis dafür, was mit einer Vision, einem starken Engagement und dem Glauben an ein Senfkorn erreicht werden kann. Doch ohne den Glauben und die Ermutigung von Kardinal Peter Turkson wäre das alles nicht möglich gewesen. Sein unerschütterlicher Glaube an unsere Mission hat mir den Mut gegeben, die Herausforderungen zu bestehen und unseren Einfluss weiter auszubauen. Während wir unsere Arbeit fortsetzen, werden wir weiterhin von der Überzeugung angetrieben, dass kleine Anfänge zu großen Ergebnissen führen können, die in den Gemeinden, denen wir dienen, Hoffnung und dauerhafte Veränderungen bewirken. Sein Glaube, seine Vision und sein Engagement für die Menschenwürde sind tief in jede unserer Initiativen eingewoben.