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Geothermische Energie als Rückgrat eines nachhaltigen Stadtteils: Das Rhenania-Viertel in Frechen

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Da Städte in ganz Europa ihren Übergang zu einer klimaneutralen Entwicklung beschleunigen, werden integrierte Energiekonzepte zu einem entscheidenden Faktor für eine nachhaltige Stadtplanung. M&P Energy - Teil von SIERA, ist auf genau diese Schnittmenge aus technischen Spitzenleistungen, Energieeffizienz und zukunftsweisenden Infrastrukturlösungen spezialisiert. Als Mitglied der SIERA-Bündnis, M&P Energy profitiert vom internationalen Wissensaustausch und den besten Praktiken in der Umwelttechnik und kann so belastbare, zukunftssichere Energiesysteme für komplexe städtische Entwicklungen liefern.

Ein solches Projekt ist das Rhenania-Quartier in Frechen, wo M&P Energy mit der Entwicklung eines umfassenden und nachhaltigen Energieversorgungskonzepts beauftragt wurde. Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie erneuerbare Energiesysteme von der ersten Planungsphase an in städtische Strukturen eingebettet werden können, um langfristig Effizienz, Zuverlässigkeit und eine Reduzierung der Klimaauswirkungen zu gewährleisten.

Ein Stadtviertel mit integrierten Nutzungen und hohem Energiebedarf

Mit dem Rhenania-Quartier entsteht in Frechen ein neues urbanes Umfeld, das Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit intelligent miteinander verknüpft. Auf einem ehemaligen Industriegelände entsteht ein vielfältiger Stadtteil mit Wohnhäusern, Büro- und Gewerbeflächen sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Die enge Verflechtung dieser Nutzungen stellt hohe Anforderungen an die Stadtplanung und insbesondere an das Gesamtenergiekonzept. Gemischt genutzte Stadtteile erfordern flexible Systeme, die effizient auf die unterschiedlichen Heiz- und Kühllasten im Jahresverlauf reagieren können. Hier wird das Know-how von M&P Energy bei integrierten Energiesystemen und der Planung von Stadtteilen zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Geothermische Energie als zentrale Säule des Versorgungskonzepts

M&P Energy entwickelt derzeit ein zukunftsorientiertes Geothermiekonzept, dessen Planung sich in der Entwurfsphase befindet. Das Herzstück des Systems ist ein großflächiges geothermisches Bohrlochfeld, das den Stadtteil langfristig mit erneuerbarer Wärme und Kälte versorgen soll.

Die Nutzung der oberflächennahen Geothermie ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und ressourcenschonenden Fernwärmeversorgung. Mit seiner umfangreichen Erfahrung in der geothermischen Planung stellt M&P Energy sicher, dass das System optimal auf die geologischen Bedingungen, die Gebäudestrukturen und die betrieblichen Anforderungen des Standorts abgestimmt ist.

Umfassende Standortuntersuchungen zur Risikominimierung

Um den Planungsprozess abzusichern, führt M&P Energy umfangreiche Voruntersuchungen durch - ein wichtiger Schritt, um die technische Zuverlässigkeit und langfristige Betriebsstabilität zu gewährleisten.

Im Januar wurden die Kampfmitteluntersuchungen auf dem sanierten Gelände erfolgreich abgeschlossen und damit die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um mit den geologischen Untersuchungen ohne Einschränkungen fortzufahren. Ende Januar, drei Probebohrungen sind geplant, um die geologische Struktur im Detail zu untersuchen und die standortspezifische Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds zu bestimmen.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden im Februar Geothermal Response Tests (GRT) durchgeführt und ausgewertet. Die gewonnenen empirischen Daten fließen direkt in die weitere Entwicklung des Energieversorgungskonzepts ein. Dieser datengestützte Ansatz ermöglicht es M&P Energy, das geothermische Bohrlochfeld genau zu dimensionieren und gleichzeitig die Planungs- und Betriebsrisiken zu minimieren - eine der Kernkompetenzen des Unternehmens bei komplexen Infrastrukturprojekten.

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Hohe Effizienz durch intelligente Heiz- und Kühlzyklen

Die Anlage ist für eine Heizleistung von etwa 1.000 kW ausgelegt. Gleichzeitig wird das geothermische Bohrlochfeld fast vollständig regeneriert, indem die überschüssige Wärme, die während des Sommerbetriebs im Bezirk erzeugt wird, genutzt wird.

Mit einem erwarteten Anteil an erneuerbaren Energien von bis zu 91%, ermöglicht das Konzept eine hocheffiziente Interaktion zwischen Heiz- und Kühlbetrieb. Dieser ausgewogene Energiekreislauf verbessert die Systemleistung erheblich und unterstreicht den ganzheitlichen, systemtechnischen Ansatz, den M&P Energy bei Energielösungen im Stadtteil anwendet.

Optimiertes Layout für urbane Integration

Nach den derzeitigen Annahmen wird das geothermische System aus bis zu 400 Bohrungen bestehen, die überwiegend unter den Gebäuden auf der Nordseite von Rhenania West liegen. In diesem Gebiet wird mit einem erhöhten Kühlbedarf gerechnet, vor allem wegen der geplanten Büro- und Gewerbenutzung.

Die räumliche Nähe zwischen Energieerzeugung und -verbrauch ermöglicht kurze Verteilungswege, geringere Energieverluste und eine verbesserte Systemeffizienz - wichtige Ziele in der Planungsphilosophie von M&P Energy für eine nachhaltige städtische Energieinfrastruktur.

Ein Modell für zukunftsfähige Stadtentwicklung

Durch die schrittweise Verfeinerung der Planung auf der Grundlage der laufenden Untersuchungsergebnisse leistet M&P Energy - part of SIERA einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Rhenania-Quartiers als modernes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Stadtviertel.

Das Projekt zeigt, wie erneuerbare Energietechnologien - wenn sie frühzeitig und strategisch integriert werden - das Rückgrat einer widerstandsfähigen städtischen Umwelt bilden können. Unterstützt durch die interdisziplinäre Expertise und das internationale Netzwerk der SIERA-Bündnis, M&P Energy setzt komplexe Nachhaltigkeitsziele in technisch solide und wirtschaftlich tragfähige Lösungen um.

Du planst ein Stadtviertel, einen Campus oder ein gemischt genutztes Gebäude und suchst ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Energiekonzept?

Kontakt zu M&P Energy - Teil von SIERA um herauszufinden, wie integrierte Geothermie- und Erneuerbare-Energien-Systeme auf die speziellen Bedürfnisse deines Projekts zugeschnitten werden können.

Erfahre mehr über SIERA und wie kollaboratives Engineering klimaresistente Städte auf der ganzen Welt formt.

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Eine Botschaft des Gründers: Florian von Tucher

Mitte der 2000er Jahre führte mich mein Engagement in der Entwicklungshilfe in einige der abgelegensten und ärmsten Regionen der Welt. 

In Nordtibet, der Mongolei und Westchina, wo ich an der Umsetzung dezentraler Abwasserreinigungssysteme beteiligt war, wurde mir klar, dass ich ein tieferes Ziel brauchte. Obwohl ich später in der Immobilienentwicklung erfolgreich war, hat mich der Wunsch, etwas zu bewirken, nie verlassen.  

Ein entscheidender Moment war, als ich von meinem Freund und Mentor, Kardinal Peter Turkson, der damals das Dikasterium für die Förderung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung der katholischen Kirche leitete, nach Ghana eingeladen wurde. Inzwischen ist er zum Päpstlichen Kanzler der Akademie der Wissenschaften und zum Päpstlichen Kanzler der Sozialwissenschaften ernannt worden.  

Kardinal Turkson hatte einen großen Einfluss auf mich. Seine Einladung gab mir die Möglichkeit, mir aus erster Hand ein Bild von den Entwicklungsbedürfnissen des Landes zu machen. Wir sprachen über meine Erfahrungen in China und stellten uns gemeinsam ein Entwicklungsmodell vor, das in einer Gemeinde Wurzeln schlagen und sich dann allmählich ausbreiten würde. Wir glaubten, dass kleine, strategische Schritte zu einer dauerhaften Veränderung führen können - genau wie das biblische Gleichnis vom Senfkorn, das zu etwas wächst, das viel größer ist als seine bescheidenen Anfänge. 

Kardinal Turksons unerschütterlicher Glaube an diese Vision und seine Ermutigung bildeten die Grundlage, auf der die Mustard Seed Foundation aufgebaut wurde. Seine unerschütterliche Unterstützung, Weisheit und Führung haben nicht nur den Auftrag der Stiftung, sondern auch meinen persönlichen Weg geprägt. 

Mit Unterstützung des Kardinals und des Büros für integrale menschliche Entwicklung (IHD) arbeiteten wir zunächst mit dem IHD zusammen, bevor wir die Mustard Seed Foundation als eigenständige Organisation in Deutschland gründeten. Wir hatten das Glück, von zahlreichen europäischen Spendern unterstützt zu werden, was uns daran erinnert, dass es bei unserer Mission nicht nur um individuelle Bemühungen geht, sondern um eine kollektive Wirkung. 

Die Zusammenarbeit ist ein Eckpfeiler unserer Arbeit. Wir haben uns mit Organisationen wie Caritas und Rotary International zusammengetan, um unsere Reichweite zu vergrößern. Eine unserer wirkungsvollsten Kooperationen war die mit der M&P Group, die uns ihre technischen Konzepte, die Projektüberwachung und die hochwertige technische Ausführung zur Verfügung stellt, sodass 100% der Spendengelder in die Projekte selbst fließen können. 

Eine dieser Initiativen ist die Clean Water Initiative, die in Zusammenarbeit mit der M&P Group ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2024 haben wir einen Brunnen in Ndoss, Senegal, fertiggestellt, der die landwirtschaftliche Effizienz deutlich verbessert und die örtliche Gemeinde stärkt. Dieses Projekt verkörpert unser Engagement für nachhaltige Lösungen - angefangen bei sauberem Wasser und dem schrittweisen Aufbau einer Infrastruktur, die eine langfristige Entwicklung unterstützt. 

Unsere Arbeit orientiert sich eng an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) und konzentriert sich auf Armutsbekämpfung, wirtschaftliches Empowerment, ökologische Nachhaltigkeit und humanitäre Hilfe. Unser Modell ist einfach, aber effektiv: Wir beginnen mit einem Projekt und erweitern es Jahr für Jahr, um ein Ökosystem der Unterstützung zu schaffen. Ein Wasserbrunnen führt zu einer Schule, die wiederum zu erneuerbaren Energielösungen führt, was wiederum wirtschaftliche Möglichkeiten fördert. Mit der Zeit verändern diese Bemühungen ganze Regionen. 

Die Mustard Seed Foundation ist ein Beweis dafür, was mit einer Vision, einem starken Engagement und dem Glauben an ein Senfkorn erreicht werden kann. Doch ohne den Glauben und die Ermutigung von Kardinal Peter Turkson wäre das alles nicht möglich gewesen. Sein unerschütterlicher Glaube an unsere Mission hat mir den Mut gegeben, die Herausforderungen zu bestehen und unseren Einfluss weiter auszubauen. Während wir unsere Arbeit fortsetzen, werden wir weiterhin von der Überzeugung angetrieben, dass kleine Anfänge zu großen Ergebnissen führen können, die in den Gemeinden, denen wir dienen, Hoffnung und dauerhafte Veränderungen bewirken. Sein Glaube, seine Vision und sein Engagement für die Menschenwürde sind tief in jede unserer Initiativen eingewoben.