Siera Alliance

Künstliche Kanalsysteme: die Grundlage für eine nachhaltige Wasserwirtschaft

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Einführung

Künstliche Kanalsysteme spielen eine entscheidende Rolle für die regionale Wasserwirtschaft, den Hochwasserschutz und die ökologische Stabilität. Ihre langfristige Funktionsfähigkeit hängt von strukturierten Unterhaltungskonzepten, zuverlässigen Daten und technisch fundierten Planungsansätzen ab.

M&P Water - Teil der SIERA Alliance - ist auf Wasserbau und nachhaltige Wasserwirtschaft spezialisiert und unterstützt öffentliche Auftraggeber und Wasserwirtschaftsverbände in ganz Deutschland bei der Bewältigung dieser Herausforderungen.

Als Teil der interdisziplinären SIERA Netzwerk verbindet M&P Water Ingenieurwissen mit Umwelt- und Geotechnik-Know-how, um belastbare und zukunftsorientierte Lösungen für die Wasserinfrastruktur zu entwickeln.

Integration von künstlichen Kanalsystemen in Unterhaltungsstrukturen

In Thüringen hat das Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz eine besondere Unterhaltungspflicht für künstliche Kanalsysteme eingeführt. Diese Entscheidung ermöglicht es, diese besonderen Arten von offenen Gewässern formell in die Unterhaltungspflichten der zuständigen Gewässerunterhaltungsverbände zu integrieren.

Eine wichtige Voraussetzung für diese Integration ist die systematische Erfassung von Gebäudedetails vor Ort. Nur auf der Grundlage zuverlässiger, standardisierter Daten lassen sich die jährlichen Instandhaltungskosten ermitteln und der langfristige Betrieb sicherstellen.

Im Auftrag des Gewässerunterhaltungsverbandes Hörsel / Nesse entwickelt die M&P Water GmbH sowohl einen technischen Leitfaden als auch eine standardisierte Vorlage, um die Grundlage für ein umfassendes Wasser- und Strukturregister für künstliche Kanalsysteme zu schaffen.

Standardisierte Datenerhebung als Grundlage für nachhaltiges Management

Im Verbandsgebiet sollen Kanalsysteme wie der Leina-Kanal und der Floßgraben vollständig in das Wasserstraßenregister und in die Unterhaltungsplanung aufgenommen werden. Die Informationen, die für die Finanzierung von Unterhaltungs- und möglichen Reparaturmaßnahmen benötigt werden, sind derzeit jedoch nicht vollständig verfügbar.

Um diesem Bedarf gerecht zu werden, entwickelt M&P Water ein standardisiertes, Gültig in ganz Thüringen Vorlage für die Erfassung von Bauwerken entlang künstlicher Kanalsysteme. Dieser standardisierte Ansatz gewährleistet Konsistenz, Vergleichbarkeit und Transparenz zwischen den Regionen und zuständigen Behörden.

Strukturierte Dokumentation von Bauwerken an Kanalisationen

Künstliche Abwassersysteme bestehen aus zahlreichen Einzelstrukturen, darunter

  • Abschnitte des Kanaldamms
  • Schiebe- und Übergangsstrukturen
  • Absperrschieber und Kontrollstrukturen
  • Abschneide- und Umleitungsbauwerke

M&P Water erstellt spezielle Datenerfassungsformulare für jede dieser Arten von Strukturen. Diese werden während der Inspektionen vor Ort ausgefüllt und die gesammelten Daten werden dann in die Progemis® Online-Portal die eine effiziente digitale Verwaltung der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur ermöglicht.

Diese strukturierte Dokumentation bildet eine zuverlässige Grundlage für die Instandhaltungsplanung, die Kostenkalkulation und das langfristige Asset Management.

Von Pilotgebäuden zur umfassenden Umsetzung

Der Entwicklungsprozess beginnt mit einer beispielhaften Struktur, die eine technische Validierung und Abstimmung mit dem Kunden ermöglicht. Auf der Grundlage dieser Pilotphase werden die endgültigen Vorlagen weiterentwickelt und auf alle relevanten Arten von Strukturen für künstliche Abwassersysteme ausgeweitet.

Sobald die Vorlage erstellt ist, führt M&P Water detaillierte Gewässerbegehungen durch, bei denen alle Bauwerke und ihre technischen Merkmale erfasst werden. Die Ergebnisse werden dann in das offizielle Gewässerverzeichnis des zuständigen Gewässerunterhaltungsverbandes übertragen.

Technisches Know-how innerhalb der SIERA Alliance

M&P Water - Teil der SIERA Alliance, arbeitet in einem starken interdisziplinären Netzwerk, das Fachwissen aus den Bereichen Ingenieurwesen, Umwelt, Geologie und Infrastrukturentwicklung vereint. Diese Zusammenarbeit ermöglicht ganzheitliche Lösungen, die neben den technischen Anforderungen auch ökologische, regulatorische und langfristige Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.

Die strukturierte Bewertung und Dokumentation von künstlichen Kanalsystemen ist ein entscheidender Schritt zu einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Durch standardisierte Datenerfassung, digitale Integration und ingenieurtechnisches Fachwissen unterstützt M&P Water öffentliche Akteure dabei, eine belastbare, effiziente und nachhaltige Wasserinfrastruktur zu gewährleisten.

Durch die Kombination von technischer Exzellenz mit der interdisziplinären Stärke von SIERA leistet M&P Water einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz, zur Funktionalität und zur Nachhaltigkeit von künstlichen Abwassersystemen in ganz Deutschland.

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Eine Botschaft des Gründers: Florian von Tucher

Mitte der 2000er Jahre führte mich mein Engagement in der Entwicklungshilfe in einige der abgelegensten und ärmsten Regionen der Welt. 

In Nordtibet, der Mongolei und Westchina, wo ich an der Umsetzung dezentraler Abwasserreinigungssysteme beteiligt war, wurde mir klar, dass ich ein tieferes Ziel brauchte. Obwohl ich später in der Immobilienentwicklung erfolgreich war, hat mich der Wunsch, etwas zu bewirken, nie verlassen.  

Ein entscheidender Moment war, als ich von meinem Freund und Mentor, Kardinal Peter Turkson, der damals das Dikasterium für die Förderung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung der katholischen Kirche leitete, nach Ghana eingeladen wurde. Inzwischen ist er zum Päpstlichen Kanzler der Akademie der Wissenschaften und zum Päpstlichen Kanzler der Sozialwissenschaften ernannt worden.  

Kardinal Turkson hatte einen großen Einfluss auf mich. Seine Einladung gab mir die Möglichkeit, mir aus erster Hand ein Bild von den Entwicklungsbedürfnissen des Landes zu machen. Wir sprachen über meine Erfahrungen in China und stellten uns gemeinsam ein Entwicklungsmodell vor, das in einer Gemeinde Wurzeln schlagen und sich dann allmählich ausbreiten würde. Wir glaubten, dass kleine, strategische Schritte zu einer dauerhaften Veränderung führen können - genau wie das biblische Gleichnis vom Senfkorn, das zu etwas wächst, das viel größer ist als seine bescheidenen Anfänge. 

Kardinal Turksons unerschütterlicher Glaube an diese Vision und seine Ermutigung bildeten die Grundlage, auf der die Mustard Seed Foundation aufgebaut wurde. Seine unerschütterliche Unterstützung, Weisheit und Führung haben nicht nur den Auftrag der Stiftung, sondern auch meinen persönlichen Weg geprägt. 

Mit Unterstützung des Kardinals und des Büros für integrale menschliche Entwicklung (IHD) arbeiteten wir zunächst mit dem IHD zusammen, bevor wir die Mustard Seed Foundation als eigenständige Organisation in Deutschland gründeten. Wir hatten das Glück, von zahlreichen europäischen Spendern unterstützt zu werden, was uns daran erinnert, dass es bei unserer Mission nicht nur um individuelle Bemühungen geht, sondern um eine kollektive Wirkung. 

Die Zusammenarbeit ist ein Eckpfeiler unserer Arbeit. Wir haben uns mit Organisationen wie Caritas und Rotary International zusammengetan, um unsere Reichweite zu vergrößern. Eine unserer wirkungsvollsten Kooperationen war die mit der M&P Group, die uns ihre technischen Konzepte, die Projektüberwachung und die hochwertige technische Ausführung zur Verfügung stellt, sodass 100% der Spendengelder in die Projekte selbst fließen können. 

Eine dieser Initiativen ist die Clean Water Initiative, die in Zusammenarbeit mit der M&P Group ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2024 haben wir einen Brunnen in Ndoss, Senegal, fertiggestellt, der die landwirtschaftliche Effizienz deutlich verbessert und die örtliche Gemeinde stärkt. Dieses Projekt verkörpert unser Engagement für nachhaltige Lösungen - angefangen bei sauberem Wasser und dem schrittweisen Aufbau einer Infrastruktur, die eine langfristige Entwicklung unterstützt. 

Unsere Arbeit orientiert sich eng an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) und konzentriert sich auf Armutsbekämpfung, wirtschaftliches Empowerment, ökologische Nachhaltigkeit und humanitäre Hilfe. Unser Modell ist einfach, aber effektiv: Wir beginnen mit einem Projekt und erweitern es Jahr für Jahr, um ein Ökosystem der Unterstützung zu schaffen. Ein Wasserbrunnen führt zu einer Schule, die wiederum zu erneuerbaren Energielösungen führt, was wiederum wirtschaftliche Möglichkeiten fördert. Mit der Zeit verändern diese Bemühungen ganze Regionen. 

Die Mustard Seed Foundation ist ein Beweis dafür, was mit einer Vision, einem starken Engagement und dem Glauben an ein Senfkorn erreicht werden kann. Doch ohne den Glauben und die Ermutigung von Kardinal Peter Turkson wäre das alles nicht möglich gewesen. Sein unerschütterlicher Glaube an unsere Mission hat mir den Mut gegeben, die Herausforderungen zu bestehen und unseren Einfluss weiter auszubauen. Während wir unsere Arbeit fortsetzen, werden wir weiterhin von der Überzeugung angetrieben, dass kleine Anfänge zu großen Ergebnissen führen können, die in den Gemeinden, denen wir dienen, Hoffnung und dauerhafte Veränderungen bewirken. Sein Glaube, seine Vision und sein Engagement für die Menschenwürde sind tief in jede unserer Initiativen eingewoben.