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Brachflächen 2.0: Nachhaltige Werte durch integrierte Entwicklung erschließen

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Brachflächen sind nicht mehr nur Überbleibsel vergangener industrieller Aktivitäten, sondern werden zu einer zentralen Säule der nachhaltigen Landnutzung, der Klimastrategie und der Widerstandsfähigkeit von Städten. In ganz Europa überdenken die Entscheidungsträger, wie ungenutzte Flächen langfristige ökologische und wirtschaftliche Ziele unterstützen können.

Dies bildete die Grundlage für die SIERA Impact Webinar auf 22. Januar 2026, mit dem Titel “Brachflächen neu denken: Verborgenes Potenzial erschließen und ganzheitlich managen mit SIERA”, präsentiert von Raphael Thieβen. Als Teil der SIERA Impact Webinar-Reihe, Die Tagung brachte Experten aus der ganzen Welt zusammen. SIERA-Bündnis um zu erforschen, wie integrierte Umwelttechnik eine erfolgreiche Brachflächenumwandlung ermöglicht.

Die SIERA Impact Webinare, organisiert von SIERA-Akademie, Sie sind darauf ausgerichtet, komplexe Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Technik und Regulierung in umsetzbare Erkenntnisse zu verwandeln - immer mit Blick auf die Mission von SIERA: Engineering For A Better Tomorrow.

Warum Brachflächen mehr denn je wichtig sind

Städtewachstum, Klimaziele und gesetzlicher Druck kommen zusammen und zwingen Städte und Regionen dazu, die Flächennutzung zu überdenken. Brachflächen entwickeln sich zu einer strategischen Lösung für mehrere Herausforderungen gleichzeitig.

In Deutschland und der EU gibt es mehrere wichtige Trends, die die Dringlichkeit der Sanierung von Brachflächen unterstreichen:

  • Laufender Flächenverbrauch von etwa 51 Hektar pro Tag für Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur
  • Eine geschätzte 150.000 bis 176.000 Hektar von ungenutztem oder nicht ausreichend genutztem Land
  • Binden Klimaneutralitätsziele bis 2050 auf nationaler und EU-Ebene

Vor diesem Hintergrund bieten Brachflächen einen Weg zur Innenentwicklung, der die Emissionen reduziert, die grüne Wiese schützt und die Widerstandsfähigkeit der Städte stärkt.

Von der Haftung zur Ressource: Der Brownfields 2.0-Ansatz

Die traditionelle Brachflächensanierung konzentriert sich oft nur auf die Kontamination. Brachflächen 2.0 erweitert diese Perspektive, indem die Sanierung in einen breiteren Rahmen von Nachhaltigkeit, Infrastruktur und langfristiger Wertschöpfung eingebettet wird.

Dieser Ansatz erfordert eine interdisziplinäre und interessenübergreifende Koordination, und genau hier kommt das integrierte Modell der SIERA zum Tragen.

SIERA: Wo Umweltkompetenz auf technische Präzision trifft

Die Umwandlung von Industriebrachen in großem Maßstab erfordert mehr als einzelne technische Lösungen - sie erfordert einen allianzbasierten Ansatz, der verschiedene Kompetenzen unter einem strategischen Rahmen zusammenführt.

SIERA ist ein integriertes Netzwerk für Umwelttechnik, das 14 spezialisierte Ingenieurbüros umfasst, die in einer Allianz zusammenarbeiten. Diese Struktur ermöglicht es SIERA, komplexe Projekte ganzheitlich anzugehen und gleichzeitig eine hohe technische Kompetenz zu bewahren.

Das Fachwissen von SIERA deckt das gesamte Spektrum der Umweltauswirkungen ab:

  • Infrastruktur - Nachhaltige und zukunftssichere Infrastrukturlösungen
  • Urbane Nachhaltigkeit - Grünere, widerstandsfähigere Städte
  • Klima - Strategien zur Emissionsminderung und Klimaresilienz
  • Ecosystems - Schutz der biologischen Vielfalt und Wiederherstellung von Land
  • Kreislaufwirtschaft - Ressourceneffizienz und Wiederverwendung
  • Schutz der Umwelt - Saubere Luft, sauberes Wasser und gesunde Böden
  • Wasser - Integriertes Hochwasser- und Wassermanagement
  • Impact Technologien - Digitale Tools, die Daten in messbare Wirkung verwandeln

Zentrale Herausforderungen bei der Brachflächenentwicklung

Jede Industriebrache bringt ihre eigenen Altlasten mit sich, was die Sanierung von Natur aus komplex macht. Diese Herausforderungen gehen oft über Umweltfragen hinaus und umfassen auch rechtliche, finanzielle und soziale Aspekte.

Zu den häufigsten Herausforderungen gehören:

  • Historische Verunreinigungen und Schadstoffaltlasten
  • Fragmentierte Daten und unklare Zuständigkeiten
  • Langwierige Genehmigungsverfahren und regulatorische Unsicherheit
  • Anpassung an ESG, EU-Taxonomie und Green-Deal-Anforderungen
  • Ausgleich zwischen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zielen

Ohne eine koordinierte Strategie können diese Faktoren Projekte verzögern oder ganz zum Scheitern bringen.

SIERAs End-to-End-Lösung für Brachflächen

Um die Komplexität effektiv zu bewältigen, muss die Sanierung von Industriebrachen einem strukturierten, durchgängigen Prozess folgen, anstatt isolierte Maßnahmen durchzuführen.

Das Webinar präsentierte Das End-to-End-Brachflächenmodell von SIERA, die alle Projektphasen in einem koordinierten Rahmen zusammenfasst.

Von der Bewertung bis zur Umsetzung - ein Partner, eine Strategie

SIERA unterstützt Brachflächenprojekte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg und sorgt für Kontinuität und Verantwortlichkeit in jeder Phase:

  1. Standortbewertung und Risikobewertung
  2. Altlastensanierung und Umwelttechnik
  3. Infrastruktur und Energiekonzepte
  4. Klima-, ESG- und Finanzintegration
  5. Stadtplanung und -sanierung
  6. Langfristige Wertentwicklung und Wertschöpfung

Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Projekte nicht nur den Vorschriften entsprechen, sondern auch widerstandsfähig, finanzierbar und zukunftssicher sind.

Auswirkungen in der realen Welt: Brownfield-Erfolgsgeschichten

Praktische Fallstudien bildeten einen wichtigen Teil des Webinars und zeigten, wie sich die Theorie in messbare Ergebnisse umsetzt, wenn Projekte ganzheitlich gemanagt werden.

Heilbronn - Neckarbogen & BUGA 2019

Eine frühere Industriebrache wurde im Rahmen des Projekts "Die Zukunft" in einen lebendigen, nachhaltigen Stadtteil verwandelt. BUGA 2019, und setzt neue Maßstäbe für die integrierte Standortentwicklung.

Achern - Ehemaliges Glashüttengelände

Durch biologische Sanierungsverfahren wurde ein kontaminierter Industriestandort saniert und für eine nachhaltige Wiederverwendung vorbereitet, wobei die Umweltauswirkungen minimiert wurden.

Emscherland (2020) - Ökologische Renaturierung

Durch großflächige Renaturierung wurden degradierte Flächen in funktionierende Ökosysteme umgewandelt, die Artenvielfalt wiederhergestellt und die regionale Klimaresilienz gestärkt.

Eisenbahnbrachen zu Stadtvierteln

Projekte wie die Neue Meile Lübeck, das Lok Viertel Osnabrück und der Illmenaugarten Lüneburg zeigen, wie ehemalige Bahngelände in lebendige Stadtviertel umgewandelt werden können.

Datteln Süd & Rostrup

Stark belastete Industrie- und Militärstandorte wurden durch integriertes Management von Kontaminationen, Abfällen und nicht explodierten Kampfmitteln erfolgreich revitalisiert.

Jedes Projekt unterstreicht die gleiche Schlussfolgerung: Eine durchgängige Koordination ist der entscheidende Erfolgsfaktor.

Brachflächen als strategischer ESG-Hebel

Die Sanierung von Brachflächen ist nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern auch ein strategisches Instrument für die ESG-Performance und die langfristige Resilienz.

Gut gemanagte Brachflächenprojekte tragen direkt dazu bei:

  • ESG-Leistung und Berichtsanforderungen
  • Anpassung der EU-Taxonomie
  • Zugang zu nachhaltiger Finanzierung
  • Langfristige Vermögensstabilität und Wertschöpfung

SIERA stellt sicher, dass ESG-Aspekte von Anfang an berücksichtigt werden und unterstützt so Glaubwürdigkeit, Transparenz und die Einhaltung von Vorschriften.

Warum Organisationen sich für SIERA entscheiden

Unternehmen suchen zunehmend nach Partnern, die die Komplexität bewältigen können, ohne die Verantwortung aufzusplittern. Das allianzbasierte Modell von SIERA bietet genau das.

Zu den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen gehören:

  • Eine integrierte Allianz für mehrere Disziplinen
  • Nachgewiesene Expertise im Bereich Umwelttechnik
  • Strategische Ausrichtung auf Klima-, ESG- und Finanzziele
  • Umfassende Erfahrung in Kommunen, Infrastruktur und Industrie

So verwandelt SIERA komplexe Brachflächenherausforderungen in nachhaltige Ergebnisse.

Nimm an der Konversation teil: SIERA Impact Webinare

Die SIERA Impact Webinar-Reihe erforscht weiterhin, wie Umwelttechnik in den Bereichen Brachflächen, Klima, Infrastruktur und ESG reale Auswirkungen ermöglicht.

Jedes Webinar bringt zusammen Fachwissen aus der SIERA-Allianz, und bietet praktische Einblicke, Fallstudien und strategische Perspektiven für Entscheidungsträger und Praktiker.

Melde dich für das nächste SIERA Impact Webinar an

Erfahre in unserem nächsten Webinar mehr über nachhaltige Landentwicklung, Klimastrategie und Umwelttechnik.

Kontakt SIERA

Wenn du ein Sanierungsprojekt für eine Brachfläche planst, Kontakt zu SIERA um zu erfahren, wie unser ganzheitlicher Ansatz deine Ziele unterstützen kann - von der Bewertung bis zur langfristigen Wertschöpfung.

SIERA - Engineering For A Better Tomorrow.

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Eine Botschaft des Gründers: Florian von Tucher

Mitte der 2000er Jahre führte mich mein Engagement in der Entwicklungshilfe in einige der abgelegensten und ärmsten Regionen der Welt. 

In Nordtibet, der Mongolei und Westchina, wo ich an der Umsetzung dezentraler Abwasserreinigungssysteme beteiligt war, wurde mir klar, dass ich ein tieferes Ziel brauchte. Obwohl ich später in der Immobilienentwicklung erfolgreich war, hat mich der Wunsch, etwas zu bewirken, nie verlassen.  

Ein entscheidender Moment war, als ich von meinem Freund und Mentor, Kardinal Peter Turkson, der damals das Dikasterium für die Förderung der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung der katholischen Kirche leitete, nach Ghana eingeladen wurde. Inzwischen ist er zum Päpstlichen Kanzler der Akademie der Wissenschaften und zum Päpstlichen Kanzler der Sozialwissenschaften ernannt worden.  

Kardinal Turkson hatte einen großen Einfluss auf mich. Seine Einladung gab mir die Möglichkeit, mir aus erster Hand ein Bild von den Entwicklungsbedürfnissen des Landes zu machen. Wir sprachen über meine Erfahrungen in China und stellten uns gemeinsam ein Entwicklungsmodell vor, das in einer Gemeinde Wurzeln schlagen und sich dann allmählich ausbreiten würde. Wir glaubten, dass kleine, strategische Schritte zu einer dauerhaften Veränderung führen können - genau wie das biblische Gleichnis vom Senfkorn, das zu etwas wächst, das viel größer ist als seine bescheidenen Anfänge. 

Kardinal Turksons unerschütterlicher Glaube an diese Vision und seine Ermutigung bildeten die Grundlage, auf der die Mustard Seed Foundation aufgebaut wurde. Seine unerschütterliche Unterstützung, Weisheit und Führung haben nicht nur den Auftrag der Stiftung, sondern auch meinen persönlichen Weg geprägt. 

Mit Unterstützung des Kardinals und des Büros für integrale menschliche Entwicklung (IHD) arbeiteten wir zunächst mit dem IHD zusammen, bevor wir die Mustard Seed Foundation als eigenständige Organisation in Deutschland gründeten. Wir hatten das Glück, von zahlreichen europäischen Spendern unterstützt zu werden, was uns daran erinnert, dass es bei unserer Mission nicht nur um individuelle Bemühungen geht, sondern um eine kollektive Wirkung. 

Die Zusammenarbeit ist ein Eckpfeiler unserer Arbeit. Wir haben uns mit Organisationen wie Caritas und Rotary International zusammengetan, um unsere Reichweite zu vergrößern. Eine unserer wirkungsvollsten Kooperationen war die mit der M&P Group, die uns ihre technischen Konzepte, die Projektüberwachung und die hochwertige technische Ausführung zur Verfügung stellt, sodass 100% der Spendengelder in die Projekte selbst fließen können. 

Eine dieser Initiativen ist die Clean Water Initiative, die in Zusammenarbeit mit der M&P Group ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2024 haben wir einen Brunnen in Ndoss, Senegal, fertiggestellt, der die landwirtschaftliche Effizienz deutlich verbessert und die örtliche Gemeinde stärkt. Dieses Projekt verkörpert unser Engagement für nachhaltige Lösungen - angefangen bei sauberem Wasser und dem schrittweisen Aufbau einer Infrastruktur, die eine langfristige Entwicklung unterstützt. 

Unsere Arbeit orientiert sich eng an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) und konzentriert sich auf Armutsbekämpfung, wirtschaftliches Empowerment, ökologische Nachhaltigkeit und humanitäre Hilfe. Unser Modell ist einfach, aber effektiv: Wir beginnen mit einem Projekt und erweitern es Jahr für Jahr, um ein Ökosystem der Unterstützung zu schaffen. Ein Wasserbrunnen führt zu einer Schule, die wiederum zu erneuerbaren Energielösungen führt, was wiederum wirtschaftliche Möglichkeiten fördert. Mit der Zeit verändern diese Bemühungen ganze Regionen. 

Die Mustard Seed Foundation ist ein Beweis dafür, was mit einer Vision, einem starken Engagement und dem Glauben an ein Senfkorn erreicht werden kann. Doch ohne den Glauben und die Ermutigung von Kardinal Peter Turkson wäre das alles nicht möglich gewesen. Sein unerschütterlicher Glaube an unsere Mission hat mir den Mut gegeben, die Herausforderungen zu bestehen und unseren Einfluss weiter auszubauen. Während wir unsere Arbeit fortsetzen, werden wir weiterhin von der Überzeugung angetrieben, dass kleine Anfänge zu großen Ergebnissen führen können, die in den Gemeinden, denen wir dienen, Hoffnung und dauerhafte Veränderungen bewirken. Sein Glaube, seine Vision und sein Engagement für die Menschenwürde sind tief in jede unserer Initiativen eingewoben.